Yoga

Ich habe zwar auch eine Menge anderer Dinge vorher oder nebenbei ausprobiert um sozusagen meine Bestimmungen zu finden. Was sich im Zuge dessen nicht als meine Bestimmungen herausgestellt hat waren Hip Hop-Dancerin, Handmodell, Fußmodell, Backgroundtänzerin, Sängerin, Köchin sowie leichtathletische Vorturnerin. Vor allem die sportlichen Aktivitäten sind deshalb leider aus dem Pool der möglichen Beschäftigung ausgeschieden, weil es meinem Körper etwas schwer fällt, eine gewisse- für den Sport sozusagen- notwendige Flexibilität an den Tag zu legen. So ist es mir leider schon passiert, dass ich an einem schönen ruhigen Sonntagvormittag, als ich allein zu Hause war- mein damaliger Lebensabschnittgefährte war beruflich in der Gastronomie tätig und sein Dienst dauerte von Früh morgens bis spät in der Nacht- eine bestimmte Yogaposition, deren Bezeichnung sich leider mittlerweile meiner Kenntnis entzogen hat, einnahm, weil mich die durchaus sympathische Dame per DVD- Programm hierzu aufforderte. Ich wollte ihr gleich verständlich machen, dass dies keine gute Idee sei, aber meistens lassen solche Damen einfach nicht mit sich reden… Naja, wie dem auch sei, die Position sah vor, dass man sich bequem auf den Rücken legte, nur um danach die Beine über den Kopf nach hinten zu führen und dort angekommen mit den Zehenspitzen den Boden berührt. Die Ellbogen sollten bei dieser Übung ruhig am Boden neben dem Körper ruhen, wobei ich den Begriff „ruhig“ in diesem Zusammenhang gerne als utopische Schwarz-Weiss-Malerei bezeichnen möchte. Insgesamt hat sich diese Übung in der Realität so dargestellt, als dass ich sehr konzentriert versuchte, zumindest ein Bein hinter meinen Kopf zu strecken, das andere sich aber in einer Art panischer Körperflucht nach links seitlich vom Rest des Leibes abwendete und damit die gesamte Körperspannung derartig in Mitleidenschaft zog, dass ich gezwungen war, auf meinem Steiß / Lendenpartie zu balancieren. Als ich es dann endlich mit Hilfe auch meiner mentalen Stärke geschafft hatte zudem das störrische Bein zur Vernunft zu bringen und meinem Willen zu unterwerfen und unter mehrmaligem willkürlichem Spontanausfall meiner Atmung mit meinen Zehenspitzen fast den Boden hinter meinem Kopf berührt hätten, geschah das glückloseste, was in einer solchen Situation nur passieren kann: Meine Lendenwirbelpartie verlor den Kampf gegen die Schwerkraft und ich knickte quasi auf der rechten Seite ein, sodass ich in dieser Haltung gefangen seitlich wegkippte, wodurch sich die Muskulatur der rechten Körperpartie überraschend mit voller Leidenschaft einem Krampf hingab und ich aufgrund der nun folgenden Schmerzen- die Beine noch immer hinter meinen Kopf "gelegt"- wie ein Käfer auf dem Rücken in dieser Position verharren musste. Das zog sich leider auch über ein paar Stunden, weil ja mein damaliger Partner erst des nächstens nach Hause kam, ich mich aber selbst nicht aus dieser Haltung befreien konnte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war mir daher klar, dass ich auch mit Yoga nichts am Hut hatte- weder freizeitlich geschweige denn beruflich.

 

4.8.14 13:12

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


mohnchen (4.8.14 14:55)
Ich denke da ist was falsch gelaufen.... Ich mache ja auch Yoga und das ist eine der Übungen, die man nicht gleich macht.
Da vergehen einige Yogastunden, bevor man an so eine Yogapostion herangeht.
Und dann wird auch erst mit anderen Übungen alles 'aufgewärmt' und gedehnt.


(4.8.14 15:01)
Ja das ist ganz sicher was falsch gelaufen

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